Wir starten diesen Post mit einer Reise durch die Zeit in 3 Akten. Der erste Akt wird sich mit der Vergangenheit beschätigen, der zweite mit der Gegenwart und der dritte, letzte und wichtigste Akt mit der Zukunft.

Hinweis
Da ich hier keine Wertung mit einfließen, sondern lediglich Statistiken und Auswertungen sprechen, lasse, sollte sich bitte keiner auf den Fuß getreten fühlen. Einige Eigenschaften lassen sich natürlich auch Generationenübergreifend feststellen und demnach muss nicht jeder Aspekt auf jede dieser Generationen zutreffen.

Die Vergangenheit

Wenn wir also zuerst über die Vergangenheit in der Arbeitswelt sprechen dann sprechen wir über die Babyboomer. Diese werden häufig in die Jahrgänge von 1950 bis 1965 eingeordnet. Demnach erreichen sie so langsam auch das Rentenalter. Die Babyboomer sind leistungsorientierte Workaholics, sehr optimistisch und hauptsächlich offline unterwegs.
Sie bevorzugen die face-2-face Kommunikation und sind als erste mit Technik in Berührung gekommen. Sie lesen Zeitungen in Hard-Copies, kommunizieren über das Telefon, man erwischt sie auch beim fernseh schauen und teilweise auch an Desktop PC’s. In der Arbeitswelt kann man über die Boomer sagen, dass sie Leben um zu arbeiten und gute Leistung an den bewältigten Stunden messen. Sie bevorzugen eine sichere Arbeitsstelle, wollen für die Leistung mit Geld entlohnt werden und stehen mit voller Leidenschaft hinter dem Unternehmen in dem sie arbeiten.

Die Vergangenheit / Gegenwart

Zur Vergangenheit, aber auch wichtig für die Gegenwart, gehört die Generation X. Diese Generation definiert die Jahrgänge 1965 – 1980. Die Generation X macht auch gleichzeitig den Großteil des derzeitigen Arbeitsmarkts aus. Sie sind Individualisten, die eine hohe Lebensqualität erwarten und anstreben. Sie sind teilweise offline unterwegs aber sehr online affin und ehrgeizig.

Sie bevorzugen die E-Mail Kommunikation und sind die Digital Immigrants. Sie arbeiten am Desktop PC, teilweise auch am Laptop, möchten aber nicht auf physische Medien wie CDs, DVDs, BluRays etc. verzichten. Sie lesen meist im E-Paper. In der Arbeitswelt ist diese Generation die erste die das Wort Work/life Balance geprägt hat und arbeitet um zu leben, anders als die vorherige Generation. Sie sind zielstrebig und gleichzeitig flexibel.

Die Gegenwart

So langsam auch in der gegenwärtigen Arbeitswelt aufgetaucht ist die Generation Y. Diese Generation wird in die Jahrgänge 1980- 1995 eingeteilt. Vorwiegend Akademiker, weil auch durch die Eltern so eingebläut. Sie sind Challenger, also hinterfragen, sind hoch motiviert in ihrem Tun und Optimisten. Sie bevorzugen Tablets bzw. Smartphones für die Kommunikation und sind die ersten Digital Natives – also mit und in der Digitalen Welt aufgewachsen. Sie nutzen Messenger-Dienste, das Internet zur Kommunikation und verfolgen den Leitsatz “sharing is caring”.

Das Arbeitsklima der Generation Y zeichnet sich dadurch aus, dass Leistung und Lebensgenuss an erster Stelle stehen. Es werden weniger Kompromisse gemacht und demnach ist ein jeder Y’er bestrebt sich einen Arbeitgeber zu suchen der sie die Kreativität ausleben lässt. Sie wollen auf ihren, auch in der Freizeit genutzten, Geräten arbeiten und wollen echte Rocket Science auf die Straße bringen. Das ist die Generation der wir Kickertische in den Büros zu verdanken haben.

Die Zukunft

Aber! Kommen wir nun zur Zukunft. Die Generation Z. Von 1995 bis 2010 geboren. Sie wollen in ihrem Leben Sicherheit haben aber auch gleichzeitig ihre Freiheit genießen. Sie denken Global und sind absolute Realisten. Sie bevorzugen smarte Geräte zur Kommunikation. Das müssen nicht nur Smartphones sein, sondern können auch Smart Watches, VR/AR Brillen etc. sein. Sie sind 24/7 Online und wenn face-2-face dann über FaceTime.

In der Arbeitswelt wollen sie ein echtes Erlebnis haben. Wird ihnen das nicht geboten,  dann wird der Arbeitgeber gewechselt. Sie wollen straighte Arbeitszeiten von 9 to 5 und wollen mit ihrer Arbeit etwas leisten, einen Sinn stiften. Sie wollen in der Gemeinschaft vorankommen und auch etwas für die Gemeinschaft tun, sind aber gleichzeitig Individualisten in ihrem Privatleben.

Wenn man Sich die Generation Z dann etwas genauer anschaut, kommt man relativ schnell auf 3 wichtige Aspekte die es zu beachten gilt, um dieser Generation die Arbeit „schmackhaft“ bzw. angenehm zu gestalten.

Denn, das ist es worauf ein Arbeitgeber in Zukunft achten muss. Früher gab es zuviele Arbeitnehmer für wenige Arbeitsplätze und jeder Arbeitgeber konnte sich aussuchen wer in das Mindset passt. Jetzt sieht das Ganze etwas anders aus und der Arbeitnehmer kann sich eine Company suchen, die in SEIN Mindset passt.

Demnach muss sich jeder Arbeitgeber, in der heutigen Zeit, anders verhalten und sich so aufstellen, dass möglichst die besten der Generation in sein Unternehmen kommen und dann vielleicht auch länger als geplant bleiben.

KPI 1 – Flexibilität

Hier zählt das Young Generation Mindset. Ein Unternehmen muss es verstehen und verinnerlichen. Diese Generation sucht nach Abwechslung in der Karriere und der Ausbildung. Bereichsübergreifende und sinnstiftende Arbeit müssen angeboten werden. Mobile Offices, Open Workspaces, aber auch das Café um die Ecke können als Arbeitsplatz dienen. In der heutigen Welt ist das kein Problem mehr.

Diese Generation möchte die Lebenslust maximieren. Sie wollen nicht unter schlechten und diktatorischen Arbeitsbedingungen arbeiten und möchte die Anerkennung für Geleistetes bekommen.

Materielle Anreizsysteme sind dieser Generation egal. Sie wollen lieber in der Gestaltung des Arbeitsplatzes, dem Unternehmen mitwirken und befriedigende Aufgaben erledigen. Sie wollen es sozialer angehen und auch soziale Kontakte knüpfen.

KPI 2 – Nachhaltigkeit

Der ökologische Fußabdruck, auch des Unternehmens in dem die Generation Z arbeite ist für sie wichtig. Inlandsflüge sind ebenso ein No-Go sowie Partnerschaften mit Unternehmen, die sich nicht fair verhalten. Und sollte dennoch einmal ein “Aurutscher” passiert sein, dann macht die Imperfektion das Unternehmen für diese Generation menschlich. Dafür braucht es dann ungefilterten Content, also Ehrlichkeit,  im Unternehmen und die Z’er müssen die Tätigkeiten des Unternehmens spüren können.

KPI 3 – Reflektion

Unternehmen sind heutzutage genau so gläsern, wie der Mensch als Individuum. Es gibt Bewertungsportale, Presseportale etc. pp. Unendliche Kanäle über die diese Generation alles über das Unternehmen erfahren kann. Dabei muss klar sein, dass die Unternehmen sich eher als Mentor oder Lehrer dieser Generation gegenüber verhalten sollten.

Die Z’er wollen für Ihr Leben und für sich lernen. Sie wollen nicht für das Unternehmen lernen. Sie wollen dabei die sinnstiftende Arbeit erledigen. Die Vision und Mission des Unternehmens müssen klar kommuniziert und verdeutlicht werden. Alles kann die Generation Z schon jetzt über jedes einzelne Unternehmen erfahren. Das Internet, die digitale Welt, lässt es zu und macht es möglich. In dieser Welt treibt sich diese Generation um.

Und die Moral von der Geschicht’

Es geht in erster Linie darum, die Generation zu verstehen und dann auch auf die Bedürfnisse einzugehen. Es reicht nicht über die Eigenarten der Generation Z zu philosophieren und alles zu verteufeln.

Man muss analysieren und dann handeln. Scheinbar zuviel philosophiert und zu wenig analysiert hat dagegen der Zitatgeber mit dem ich diesen Post beenden möchte.