10x Mindset – Harder, Better, Faster, Stronger

Das 10xMindset ist laut Frank Thelen das Mindset der Zukunft. Aber was ist dieses Mindset? Wer hat es schon und wie erfolgreich ist es?
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Alles 10x besser denken!

In seinem Buch “10xDNA – Das Mindset der Zukunft” spricht Frank Thelen über das Mindset, dass sich schon in den USA und China durchgesetzt hat und diese beiden Player zu den größten Gewinnern macht wenn es um neuen Technologien und Digitalisierung geht. Vieles klingt nach Science Fiction, ist aber in Amerika und Asien schon längst Realität. All das haben die beiden Supermächte durch die Entwicklung und den Aufbau ihres 10x Mindset geschaftt. Was das 10x Mindset ist, was es ausmacht und wofür es steht, schauen wir uns etwas genauer an.


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Ein Großer Schritt für die Menschheit

Die Mondlandung am 20. Juli 1969 war die Geburt der 10x Denkweise. “Ein kleiner Schritt für mich. Ein großer Schritt für die Menschheit.”; sind die wohl bekanntesten Sätze die Neil A. Armstrong und auch jeder weitere Astro- und Kosmonaut von sich gegeben hat. Doch bevor diese Sätze überhaupt gesprochen werden konnten, gab es für die NASA ordentlich zu tun.

Die USA befanden sich in einem erbitterten Wettrennen mit der damaligen UdSSR, um die Vorherrschaft im Weltraum. Die Russen hatten im Space Race die Nase vorn. Sie schossen 1957 Sputnik in den Orbit, brachten mit Laika das erste Lebewesen in die Umlaufbahn und 1961 umrundete der Kosmonaut Juri Gargarin als erster Mensch die Erde.

Die USA wollten sich nicht geschlagen geben und John F. Kennedy, damaliger US-Präsident beauftragte den so genannten “Moonshot”. Er hatte vor die USA als führende Weltraummacht zu etablieren und wollte “[…] innerhalb der nächsten zehn Jahre einen Menschen auf den Mond [zu] landen und sicher wieder zurück zur Erde bringen.

Die NASA stand somit vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Einen Menschen zum Mond zu schicken und wieder zurückzuholen schien damals unmöglich. Auch heute finden wir immer noch Menschen die bezweifeln, dass die Mondlandung stattgefunden hat. Die NASA hätte in Abwehrhaltung gehen können und Argumente aufzählen können, wieso diese Aufgabe nicht zu bewältigen ist. Sie stellte sich aber der Herausforderung und das erste 10x Projekt war geboren.

Dem Apollo-Projekt haben wir auch unseren heutigen technologischen Fortschritt zu verdanken. Jack Kilby und Robert Noyce entwickelten damals Schaltkreise für das Projekt. Diese “Microchips” waren für die Raketensysteme und Raumkapseln unentbehrlich. Während Kilby den Nobelpreis in Physik absahnte gründete Noyce mit seinem Kollegen Gordon Moore in Kalifornien ein Unternehmen das sich auf Chips  spezialisierte. Integrated Electronics oder kurz – INTEL. Kennen wir.

Viele der beteiligten Personen gründeten in den folgenden Jahren eigene Unternehmen und kommerzialisierten die Technologien. Aber eine Denkweise kristallisierte sich heraus: Think Bigger. Viele der uns bekannten und großen Unternehmen wie Google, Cisco oder auch Nvidia weisen eine direkte Linie in ihrem Stammbaum zum Projekt “Moonshot” auf. Robert Noyce wurde übrigens zum Mentor und zur Vaterfigur für den jungen Steve Jobs und unterstütze ihn während der Gründung von Apple.

10x USA

Heute ist diese Denkweise und dieses Mindset ein fester Bestandteil der Kultur der Unternehmen im Silicon Valley. Larry Page gab sich mit 2 – 3% Verbesserungen nicht zufrieden. Selbst 10% waren nicht genug. Er wollte es 10x besser machen als seine Wettbewerber. Die Markteinführung von Gmail gilt dabei als Musterexemplar für diese Denkweise. Google versprach den Nutzern einen E-Mail Speicher von 1GB – 250 mal mehr als der damalige Wettbewerber Yahoo. Bei geplanter dreistelliger Millionenanzahl von Usern und einem Preis von 4$ pro GB war klar, dass alle von einem Milliardenverlust sprachen. Versetzen wir uns in die Lage eines deutschen Controllers wissen wir auch sofort welches Wort demjenigen in den Sinn kommen würde: NEIN!. Aber das Team handelte vorrausschauend und ging von einem exponentiellen Fortschritt bei der Speichertechnik und folglich auch sinkenden Kosten für die Kapazität aus. Das Resultat kennen wir. Ein hochprofitables Geschäftsmodell mit mehr als 1 Mrd. Nutzer.

Wenn wir über die Mondlandung, das Silicon Valley und neue Technologien sprechen müssen wir auch über Elon Musk sprechen. Er hat dieses Mindset wie kein anderer verinnerlicht. Getreu nach dem Motto “teile und herrsche” bricht er große und komplexe Herausforderungen auf Teilaspekte herunter und versucht diese Teilaspekte dann von Grund auf neu zu denken. Statt sich daran zu orientieren, wie Dinge bisher gemacht wurden, fragt er: Was ist nach heutigem Stand und nach den Gesetzen der Physik und Chemie technisch möglich?

10x China

Nicht nur in Amerika bzw. den USA stellt man sich diese Fragen. Auch in China arbeitet man an visionären Projekten und bereitet den landesübergreifenden Moonshot vor. Chinas Traum ist, sich bis zum 100 Jährigen bestehen der Volksrepublik im Jahr 2049 zur führenden technologischen Supermacht entwickelt zu haben. Für China sind dabei die 4 O’s entscheidend.

Abbildung: Die 4 Os von China
Abbildung: Die 4 Os von China

Chinas digitale Plattformen

Die chinesische 10x Denkweise wird vor allem durch die digitalen Plattformen gestärkt. Der gesamte Alltag – vom Busticket über den Einkauf hin zu Reservierungen im Restaurant – werden über die Smartphone App WeChat organisiert und abgewickelt. Mobile Payment ist schon lange der Standard. Auf diesen Plattformen lassen sich neue Ideen einfacher aufbauen. Die potenziellen Kunden sind bereits auf der Plattform unterwegs uns so ist der Zugang zur neuen Ideen, zum neuen Geschäftsmodell schon vorhanden. Die Menschen wissen wie diese Plattform funktioniert und können sie demnach auch ohne Probleme bedienen.

China hat erkannt, dass die Zukunft und der Erfolg der mit dem 10x Mindset einhergeht für sich in den Plattformen liegt. Die digitale Aufgeschlossenheit die in China herrscht und die neuen Ideen rund um neue und bereits bekannte Plattformen lassen dort Unternehmen wie ByteDance (TikTok) entstehen und erobern auch den europäischen Markt. In China ruft die Regierung regelmäßig Pläne und Projekte aus, die – anders als hierzulande – nicht nur auf dem Papier existieren. Es wird massiv in Unternehmen, Infrastruktur und Forschung investiert um den 10x Sprung zu schaffen. Das Bildungssystem wird eingebunden und zum Teil umgekrempelt, um genügend hochqualifizierte Nachwuchskräfte zu haben. Es ist offensichtlich: China hat die Wichtigkeit des Themas verstanden.

Die Grundlagen

Mit dem Ende von 2019, dem Ende der Dekade und beginn einer neuen Dekade gab es einen Trend in den sozialen Netzwerken. Viele posteten Bilder von ihren eigenen Veränderungen in den letzten zehn Jahren oder auch von gesellschaftlichen Veränderungen. Es hat sich teilweise viel verändert. Die zehn Jahre Marke ist ein markantes Zeichen. Die Zukunft scheint nicht all zu großer Ferne, dennoch bewegt es jemanden dazu langfristig zu denken. Zehn Jahre geben zeit um die notwendigen Schritte zu gehen, nötige Fähigkeiten anzueignen, vorrausschauender zu denken und zu handeln. Dieser Zeitraum dient als Orientierung für das 10x Mindset, während das große Ganze nicht aus den Augen gelassen wird.

Die meisten Menschen denken bei der Entwicklung von neuen Technologien und Veränderungen allerdings linear. Sie sehen, wie die Welt heute ist, und denken linear weiter. Autos werden schneller, verbrauchen weniger. Aber es bleiben Autos, mit vier Räder, die auf einer Straße fahren. Die 10x Denke bleibt für den Großteil schwierig. Es gibt kurze Hype Zyklen, aber die langfristigen Chancen von Innovationen bleiben auf der Strecke. Die Wirklichkeit sieht aber eben ganz anders aus. Wir, als Mensch, werden immer stärker von neuen Technologien abhängig.

Die Technologie skaliert exponentiell und bleibt in den ersten Jahren hinter den linearen Erwartungen zurück. Dann zieht das Tempo an und innerhalb weniger Jahre sind alte Industrien verschwunden und die Abhängigkeit von der neuen Technologie ist gewaltig. Ein Beispiel für eine grundlegend neue Lösung für ein Problem ist das Cloud Computing. Ein neuer Weg, um Server Kapazitäten zu nutzen und zu skalieren. Aber eben nicht erfunden von Microsoft oder SAP. Ein Online-Händer, der seine nicht genutzten Server Kapazitäten für andere geöffnet hat und so ein neues Geschäftsmodell erfunden hat. Amazon.

Das exponentielle Denken ist somit ein Grundstein für die 10x Sichtweise. Es benötigt Vertrauen in den technologischen Fortschritt. Es ist kein blindes Hoffen auf technologischen Fortschritt oder ein Bauchgefühl. Es ist die Kombination aus fundamentalem Wissen in den Bereichen Physik, Chemie und Informatik, gepaart mit vorrausschauendem Denken. Dabei gibt es drei Theoreme die das ganz gut verdeutlichen.

Moorsches Gesetz

Moore’s Law ist das bekannteste Theorem. Es wurde vom Intel-Mitgründer Gordon Moore entwickelt. Es sagt den Fortschritt bei der Entwicklung von Computerchips voraus. Es besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem Prozessor alle 18 Monate verdoppeln. Die Leistungsfähigkeit der Prozessoren nimmt über die Zeit also exponentiell zu.

Das war die letzten 50 Jahre auch korrekt. Die Anzahl der Transistoren wuchs exponentiell an und sorgte dafür, dass unsere Computer immer besser und die Leistung immer bezahlbarer wurden. Die heutigen Smartphones haben rund 100.000 mal mehr Power und rund 1Millionen mal mehr Arbeitsspeicher als die Rechner, die die erste Mondlandung ermöglichten.

Mittlerweile stößt das Moorsche Gesetz aber an seine physikalischen Grenzen. Die Transistoren im Nanometer-Fertigungs-Bereich werden so klein und eng gestellt, dass die Elektronen zwischen ihnen hin und her springen würden. Bei neuen spezialisierten Prozessoren wie die TPU’s (Tensor Processing Units), die speziell von Google für Anwedungen wie KI und Machine Learning entwickelt wurden, bleibt diese These bestehen.

Wrightsches Gesetz

Wright’s Law wurde in den 1930er Jahren vom Luftfahrtingenieur Theodor Paul Wright formuliert. Er hat herausgefunden, dass mit steigender Produktionsmenge die Kosten gesunken sind. Seine Daten zeigten, dass je 1.000 produzierter Flugzeuge die Kosten pro Flugzeug um 15% gesunken sind. Dieser Trend setzt sich mit steigender Produktion fort. Das Gesetz ist auch als Erfahrungskurveneffekt bekannt. Für das exponentielle Wachstum hat dieses Gesetz eine entscheidende Bedeutung. Stellen heute die Kosten von Bauteilen eine Hürde da und die Innovation erscheint deshalb unwirtschaftlich, kann sie in naher Zukunft wirtschaftlich werden.

Das aktuell populärste Beispiel sind die Elektroautos. Die Kosten für die Akkus lagen zu Beginn der Entwicklungsphase des Tesla Roadstars im Jahre 2006 noch bei über 300 Dollar pro Kilowattstunde. Das Akkupack für den Wagen lag bei über 15.000 US-Dollar, ein Angebot für den Massenmarkt also undenkbar. Zum Start des Model 3 in 2017, waren die Kosten schon auf 145 Dollar pro Kilowattstunde gesunken und rechnerisch kostete das Akkupack etwas unter 5.000 US-Dollar. Im Jahr 2020 kostet die Kilowattstunde weniger als 100 Dollar und der Preis wird immer attraktiver für den Massenmarkt.

Die steigende Nachfrage und die Produktion der Akkus wieder rum bringt auch Chancen für neue Anbieter und neue industrieübergreifende Strukturen. Wie auch immer man die E-Scooter findet, sie sind ein perfektes Beispiel wie die Effekte durch das Wrightsche Gesetz im E-Auto Markt zum Entstehen eines vollkommen neuen Geschäftsfeldes, wie die E-Scooter, führen können.

Kurzweilsches Gesetz

Das von Ray Kurzweil geprägte Axiom nennt sich “the law of accelerating returns” und sagt voraus, dass die Menschen in ein Zeitalter des exponentiellen Fortschritts einsteigen, in dem die Fortschritte der nächsten hundert Jahre sich wie zwanzigtausend Jahre Fortschritt anfühlen werden.

Der Kern dieser Theorie ist, dass jede neue Generation von Wissenschaftlern, Tüftlern und Technikern auf die Ergebnisse der vorherigen Generation zurückgreifen können. Die Erfinder des Taschenrechners hatten nur Papier und Bleistift. Die nachfolgende Generation konnte aber schon mit Taschenrechnern arbeiten. Heutzutage haben wir Zugriff auf Supercomputer, künstliche Intelligenzen – ein anderes frotschrittliches Hightech-Toolset also.

Der Zweite Faktor des Gesetzes klingt banal. Es gibt immer mehr Akademiker und Forscher. Der britische Professor Derek de Losa Price stellte 1961 fest, dass “90 Prozent aller Wissenschaftler die jemals auf der Erde gelebt haben, heute leben”. Immer mehr Forscher arbeiten mit immer mehr Wissen und immer besseren Werkezugen an immer mehr Innovationen der Zukunft.

Mit diesen drei Theoremen und dem Grundkonzepten der Technologien, lasst sich, laut Frank Thelen, das 10x Mindset formen, dass für einen enormen Sprung im innovativen Fortschritt sorgt und jeden Einzelnen dazu bringt, Großes und Relevantes zu erreichen.

Eure Meinung ist gefragt!

Welche Meinung habt Ihr zum 10x Mindset? Glaubt Ihr, dass wenn man das alles verinnerlicht hat wirklich gewappnet ist um erfolgreich in die Zukunft zu gehen? Was haltet Ihr vom Buch von Frank Thelen? Habt Ihr es schon gelesen oder habt es noch vor? Schreibt mir gerne persönlich oder in die Kommentare und lasst uns diskutieren.


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